Sparsame Kindertaschenlampe

Wer kennt das nicht: Bei der Kindertaschenlampe sind ständig die Batterien leer. Doch was kann man dagegen tun? Ich bin zum Schluss gekommen, es könnte sich lohnen eine sparsamere Lampe einzubauen. Auf die schnelle habe ich keine enstprechende Lampe gefunden die kompatibel eingebaut werden könnte. Also habe ich mich entschlossen die Lampe selber zu bauen.

Was wir brauchen

  • eine LED, zum Beispiel eine ASMT-UWB1-NX302 (Farnell Best.Nr. 1897150)
  • einen Vorwiderstand (für meine LED 10Ω)
  • Lötkolben

Das Wichtigste gleich vorweg: die Grösse des Vorwiderstands hängt natürlich von der Spannung der Taschenlampe sowie von der gewählten LED ab. Meine Taschenlampe hat eine Betriebsspannung von 3V (2 x AA 1,5V Batterie in Serie). Den technischen Daten der LED ist zu entnehmen, dass der Betriebsstrom ca. 20 mA betragen sollte. Die Kennlinie der LED verrät, dass bei etwa 3V ein Strom von KennlinieLED15 mA fliessen soll.

In diesem Fall könnte die LED auch ohne Vorwiderstand betrieben werden. Wie man in der Grafik aber erkennen kann, steigt die Linie unendlich an. Haben die Batterien, gerade wenn sie neu sind, eine etwas höhere Spannung, so könnte das die LED beschädigen. Also wird ein kleiner Vorwiderstand eingebaut um den Strom zu begrenzen. Hier sollten es 10Ω tun. Damit fallen bei 20mA 0.2V über dem Widerstand ab. Somit ist die LED genügend geschützt.

Original Lampe

Original Lampe

Jetzt zum Umbau.
Als erstes wird die „alte“ Lampe ausgebaut. Ein Glühlampe wie es sie schon seit Jahrzehnten gibt. Leider brauchen diese Lampen etwas viel Strom, jedenfalls wenn man sie nicht als Heizung einsetzen möchte. Als nächstes kommt eine etwas heikle Aktion. Das Lampenglas muss entfernt werden. Bitte zu dieser Tätigkeit eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Ich habe das mit einem Schraubstock gemacht in dem ich das Lampenglas eingespannt und solange zugedreht habe, bis es zersprungen ist. Die Drähte welche den Glühwendel gehalten haben, können ausgelötet werden. Dazu einfach den Pluspol der Lampe erhitzen bis der Lötzinn schmilzt.

Drähte auslöten

Drähte auslöten

Leere Fassung

Leere Fassung

Sind die Drähte ausgelötet, können noch die Reste etwas ausgekratzt werden.
Nun bereiten wir die LED vor. Als erstes wird die Anode der LED verzinnt (Wenn es sich um eine herkömmliche LED handelt, so ist das der Lange Draht. Bei meiner SMD-LED ist die Kathode durch eine markierte Ecke gekennzeichnet. Die Anode liegt also gerade gegenüber.)

LED fertig vorbereitet

LED fertig vorbereitet

Beim Löten an der LED ist Vorsicht angebracht, denn die LED mögen Hitze nicht besonders.   Anschliessend wird der Widerstand abgewinkelt und ebenfalls Verzinnt. So vorbereitet, kann der Widerstand einfach an die LED angelötet werden. Den Drahtrest vom Widerstand an der Kathode anlöten.
Jetzt kann das Konstrukt in die leere Fassung eingebaut werden.

An der Kathode der LED muss der Minuspol angelegt werde. Dieser befindet sich bei der Fassung aussen am Gehäuse. Der Pluspol ist der Lötpunkt am Ende der Lampe. Einfach das Ende der Fassung erwärmen, so dass der Zinn schmilzt und den Draht des Widerstands durch stecken. Danach den anderen Draht am Gehäuse anlöten. Jetzt kann der Draht der hinten aus der Fassung ragt abgeschnitten werden. Mit etwas zusätzlichem Zinn wird ein schöner Abschluss gemacht. Fertig. Die Lampe leuchtet mit etwa 20 mA was gegenüber dem Original mit etwa 470mA eine mehr als zwanzig mal längere Batterielebensdauer verspricht. Die Leuchtkraft reicht vollkommen aus um eine Piratenhöhle oder ähnliches zu erhellen.

Fertige Lampe

Fertige Lampe

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