Homo phonicus

Den Blick gesenkt, das Gesicht von einem blauen Schein beleuchtet. So läuft er durch die Gegend. Scheinbar ohne die Notwendigkeit nach vorne zu blicken, findet der Homo phonicus seinen Weg. Auch Geräusche dringen keine zu ihm durch, wird doch alles durch die Stöpsel in den Ohren fern gehalten. Wir, die wir noch die 386-er erlebt haben und definitiv nicht zu den Digital Natives zählen, können ab solchem Verhalten nur staunen. Der Homo phonicus lebt getreu dem Motto: „My Phone is my Castle“ und speichert und lebt einen bedeutenden Teil seinen Lebens in seinem Smartphone.

Nicht dass ihr mich falsch versteht. Ich will die neuen Technologien keines Falls verteufeln. Aber stauen darüber darf man schon. Nun wird es aber mit dem Smartphone wohl wie mit vielen anderen Innovationen sein: Der Mensch wird lernen, damit zu leben und sich das Werkzeug zu nutze zu machen. Nicht alle werden es schaffen. Und so nimmt die natürliche Selektion ihren Lauf.
Darwin wird recht behalten.

Ein Gedanke zu „Homo phonicus

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